Die Seite für unsere junge Generation
Jugendcamp 09 Coesfeld-Flamschen
Zwischen Crossern und Teals
Um mal mit den Worten des amtierenden US-Präsidenten Barack Obama zu sprechen: Unsere TIRO-Jugend kann´s auch. Und wenn noch nicht heute, dann sind die jungen Leute auf dem besten Wege dorthin. Zu diesen optimistischen Worten hat mich das Jugendcamp am vorletzten August-Wochenende in Coesfeld verleitet. Unsere Schützen Hendrik Meyer (Vater bekannt), Jan Goldmann und Christoph Rolf arbeiteten unter Leitung unseres Jugendcoaches Hanjo Wimmeroth zwei Tage lang an Teals und Crossern, an abgehenden und ankommenden Tauben. Unterstützt dabei wurde Wimmeroth von Anja Hinderlich und Franziska-Carolina Lehmbruck und seinem Sohn Max, die sich um die ganz jungen Männer kümmerten. Sonntags musste Wimmeroth schließlich beruflich fort, und kurzerhand sprang Rolf Schönlein als Trainer ein. Dank dafür. Dank aber auch an Bodo Maslo und seiner Mannschaft aus Flamschen und seiner Familie, die das Quartier für die ganze Truppe zur Verfügung gestellt hat. Möglich wurde dies durch die Spenden lieber Mitglieder.
Geübt wurde jedenfalls sehr fleißig, und es war schon verblüffend anzusehen, wie schnell Wimmeroth aus eher unbeholfenem Flinte-ins-Gesicht-reissen geschmeidige Bewegungen formte. Auch etwa der Start zum Ziel hin und nicht irgendwo ins Blaue wurde anhaltend geübt. Dazu gehören natürlich auch sämtliche Grundlagen wie etwa Fußstellung und Körperhaltung, Körpereinsatz beim Aufbau des Schwungs und Auge-Hand-Koordination. Aber auch die psychologische Seite ließ Wimmeroth nicht aus, indes aber nicht ex catedra dozierend, sondern geschickt eingebaut in Übungen, so dass das Lernen bei aller Anstrengung auch jugendgerecht blieb. Zu einem guten Training gehört neben der Phase der Anspannung auch die entsprechende Entspannung: Mit allerlei Schießübungen auf Rollhasen oder simulierten Treibjagden ließ Wimmeroth auch genügend Raum für losgelöstes Schießen. Schönlein schließlich trainierte sonntags dann noch mal das gute „Abholen“ der Ziele. Insgesamt erscheint mir, dass wir in der Jugendarbeit auf einem guten Weg sind. Sehr schade nur, dass einige Junioren überraschend dem Camp fernblieben. Gerne möchte ich Sie, liebe Mitglieder, ermuntern, sich etwa durch Spenden unserer jungen Leute anzunehmen. Denn nur, wenn wir öfters ein solches Training anbieten können, werden wir auf Dauer auch mit unserem Nachwuchs international erfolgreich sein können.
Mit freundlichen und sportlichen Grüßen, Ihr und Euer
Alfons-Josef Wolff
Präsident
TIRO-Nachwuchs trainiert in Glesien 2006
Mancher unserer Junioren hat nicht schlecht gestaunt, als es am ersten Trainingstag im Jugendcamp nach dem Mittagessen hieß, „ran an die Bälle“. Anja Hinderlich, Sebastian Esch, Paul Fischer, Armin van Hoorn, Marko Mulzer, Janno Poppe, Johannes Unverdorben, Max Wimmeroth und Lutz Wolff sollten nicht nur munter werden, sondern zugleich auch die Auge-Hand-Koordination schulen. Alle Rechtsschützen mussten die zugeworfenen Tennisbälle mit der linken Hand fangen. Die ungewöhnliche Übung hatte sich Hanjo Wimmeroth ausgedacht, sonst der Kommunikationschef des Tiro und Anfang Juni auch der Juniorentrainer.
Möglich wurde das dreitägige Training erst durch eine großzügige Spende unseres Mitglieds Hans-Georg Novotnik. Munition, Tauben, Verpflegung, Unterkunft, das alles will bezahlt sein, damit wir unserem Nachwuchs entsprechende Trainingsmöglichkeiten verschaffen können. Für sein Engagement danken Novotnik nicht nur die Junioren. Dank gilt ebenfalls dem Leiter des Schießstandes in Glesien, Egon Jeneke, den die Junioren schnell ins Herz geschlossen hatten.
Auffällig war bereits am zweiten Tag der sichtbare Leistungszuwachs. Wimmeroth hatte einen detaillierten Trainingsplan zusammengestellt, der Spannung und Entspannung ebenso kombinierte wie Spiel und Spaß. Großen Wert legte unser Trainer auf harmonische Bewegungsabläufe und die dazu synchronisierte Flintenbewegung. Immer wieder übte unser Nachwuchs den Start zur Taube und das beherzte Abziehen vor dem Ziel. Auch Trockenanschläge zuhauf gehörten zum Tagesprogramm.
Zu jedem guten Training gehört auch die spielerische Entspannung. Die hatten unsere jungen Leute abends beim freien Schießen. Zunächst galt es, so viele nicht zerstörte Tauben wie möglich einzusammeln. Die wurden dann mit einer Handschleuder geworfen, mal als Looper, mal flach, steil in Kurven oder sonst wie. Ohne das strenge Auge des Trainers, gleichwohl aber unter Aufsicht, wurden die Scheiben unter viel Gelächter und frechen Kommentaren beschossen. Abwechslung brachte auch das KK-Schießen mit Egon Jeneke auf die Biathlonscheibe oder den laufenden Keiler.
Eine besondere Überraschung hatten sich die Junioren für den Abschlussnachmittag des Camps ausgedacht. Völlig selbstständig entwarfen sie einen Mini-Wettkampf, positionierten Maschinen oder werkelten geheimnisvoll mit Schraubenschlüsseln an den Maschinen. Heraus kam ein kleines 50-Tauben-Schießen, das durchaus knifflige Situationen bot und auch manchen mitschießenden Älteren zum Nachdenken brachte.
Ein besonderer Dank und Anerkennung gehört Hans-Joachim Wimmeroth, der sich mit Sachverstand und geduld den Junioren von Dienstagabend bis Samstagmorgen widmete.
Die neun Teilnehmer an dem Training waren nach eigenem Bekunden überaus zufrieden mit dem, was sie in Glesien lernen konnten. Ihr Wunsch ist allerdings, ein solches Training möglich mehr als nur einmal pro Jahr geboten zu bekommen. Dem Wunsch steht das Präsidium sehr offen gegenüber. Bitte bedenken Sie, liebe Mitglieder, dass unser Verband ohne Nachwuchsarbeit irgendwann ausstirbt. Mit Ihrer freundlichen Hilfe können wir unseren Junioren schon bald ein weiteres Training gönnen. Zögern Sie also nicht, mit ihrer großzügigen Spende die Jugendarbeit zu unterstützen. Unsere Spendenbescheinigungen erleichtern Ihre Großzügigkeit.
Alfons-Josef Wolff